MANCHES FÄNGT SO HARMLOS AN

Man bekommt ja so die eine oder andere Newsmeldung auf den Rechner. Ich klicke mich dann ab und zu in die Details und schwupps komme ich von einer interessanten Nachricht zur nächsten. Da finden sich wirklich bemerkenswerte Meldungen wie das Pinkel-panorama (die schönsten Pipi-Posen auf Instagram – Bild.de), das Geständnis von Kate Winslet (Ja, ich bin inkontinent – Stylebook.de) oder Neuigkeiten darüber, welche armseligen Ex-D-Promis sich im nächsten Dschungelcamp wieder zum Dödel der Nation küren lassen wollen (n-tv.de).

Im diesem Umfeld bin ich dann auch auf einen Beauty-Tipp aufmerksam geworden, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Obwohl er von einer jungen Frau geschrieben und sich auch an andere Frauen richtet, verdient dieser Tipp doch auch eine Erwähnung an dieser Stelle. Denn er betrifft mehr oder weniger direkt auch uns. Nun ja, ich sollte differenzieren, also nicht direkt uns (Ü50), sondern eher unsere Geschlechtsgenossen jüngeren Alters.

UND ENDET DOCH BEFREMDLICH

Gefunden habe ich diese Geschichte auf stylebook.de. Hier erzählt eine Beauty-Bloggerin, dass sie auf die Wirkung ungewöhnlicher Gesichtsmasken auf Basis nachhaltiger Naturprodukte schwört. Toll, denkt man sich, wahrscheinlich Gurkenmaske – kennt man ja. Weit gefehlt! Das Mädel schmiert sich als besondere Beauty-Wunderwaffe täglich Sperma ins Gesicht. Das lässt sie dann 20 Minuten „einwirken“ (vielleicht eher antrocknen?) und spült es mit klarem Wasser wieder ab. „Für viele Menschen mag der Gedanke, sich Sperma ins Gesicht zu schmieren, zunächst vielleicht befremdlich scheinen,“ das kann ich nachvollziehen, „dabei ist es wirklich eine sehr natürliche und gesunde Sache“, na ja, wer’s glaubt.

 

Beauty

 

Ja geht’s eigentlich noch? Hier werden für die menschliche Rasse überlebenswichtige Ressourcen zu schnöden Kosmetikanwendungen verschwendet.

Nebenbei sagt sie noch, dass sie noch nicht mal in den Prozess der täglichen Samengewinnung selbst involviert sei – so eine Spaßbremse. Ein Freund würde ihr täglich sein Sperma abliefern, da ist doch eine Sehnenscheidenentzündung vorprogrammiert. Hoffentlich hat sie einen größeren Freundeskreis, sonst könnte es zu Versorgungsproblemen kommen.

Bevor jetzt die ersten darüber nachdenken, ob sie mit ihren regelmäßig selbst produzierten Ejakulaten eine eigene Kosmetikfirma starten, sei noch die Meinung eines Hautarztes aus diesem Artikel erwähnt, der die Sinnhaftigkeit dieser Prozedur doch deutlich anzweifelt. „Ein reines Auftragen dieser vitalisierenden Substanz würde nicht ausreichen, man müsste dazu tiefer in die Hautschichten eindringen…“ Ich glaube, man sollte es gleich von innen versuchen, dann bliebe alles beim alten. Aber ob’s dann wirklich schöner macht? Ich hoffe mal, dass diese Form der Gesichtspflege sich nicht durchsetzt, sondern sich weiterhin auf besondere Aktivitäten im Rahmen des Geschlechtsverkehrs beschränkt.

Wer das alles nicht wahrhaben will, kann es hier nachlesen.

In diesem Sinne noch einen wunderschönen befriedigten Tag.

 

 

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