In Berlin, Früher, Unterhaltung
 BLACK IDOL IM RICKENBACKER’S

Felix-live

Ich weiß nicht, wie es euch geht – aber wenn ich live Rockmusik hören möchte, gehe ich lieber in kleine Clubs als in riesige Hallen. In unserem Alter pilgert man nicht mehr 4 Stunden vor Beginn zu einem Konzert, um dann in der ersten Reihe zu stehen, oder? Macht man das aber nicht, sieht man die Band meist nur über eine dröge Videoleinwand. Das ist wie fernsehen in groß, nur wesentlich teurer und lauter. Bei internationalen Events hat man ja leider keine andere Chance, aber es gibt wieder so viele interessante Clubs in Berlin, bei denen ein Besuch wegen der Musik lohnt. Die Band ist irgendwie authentischer, wenn man dichter an den Musikern dran ist, das Flair ist ein völlig anderes. Einer dieser Clubs, der sich sogar noch aus dem eingemauerten Westberlin in die heutige Zeit gerettet hat, liegt in der Bundesallee 194 B und nennt sich Rickenbacker’s Music Inn. Meine Empfehlung für Euch. Die Einrichtung ist trendig trashig, hat sich seit damals kaum oder überhaupt nicht geändert und selbst das Publikum scheint noch aus alten Zeiten dem Club die Treue zu halten. Auch viele Bands, die dort auftreten, haben sich dem Sound der 60er oder 70er Jahre verschrieben. Also ein perfekter Ort, für ein angenehmes Rock-Retroerlebnis. Technisch haben sie dort aber zackig aufgerüstet und die Konzerte klingen super und bringen wirklich Spaß. Wer’s mag kann vorher auch was essen. Die Küche produziert rustikal bodenständig und nicht teuer. Neulich bot sich für mich wieder eine geeignete Gelegenheit für einen Besuch.

FelixAlle regelmäßigen Lesern meines Blogs wird der Name Felix Vietor ein Begriff sein. Den wahrscheinlich meisten anderen helfe ich gerne auf die Sprünge. Mit Felix als Sänger war ich mit BLACKWATER PARK einige Zeit sehr erfolgreich unterwegs. Wir hatten uns nach der Auflösung der Band etwas aus den Augen verloren. Etwas bedeutet in diesem Fall weit über 40 Jahre. Umso mehr hat es mich gefreut, als ich vor einigen Wochen die Nachricht erhielt, dass er nicht nur wieder nahe Berlin lebt, sondern mit einer neuen Band hier sogar auftreten wird. Mit dieser Kapelle hat er sich auf die Musik von Billy Idol spezialisiert und ich war bei diesem ersten Testkonzert auf die Umsetzung seines Vorhabens im Rickenbacker’s sehr gespannt. Also ohne lange Umschweife, es war ein gelungener Abend. Satter Sound, gut gespielt, einige ebenso neugierige Musiker aus der Szene gesprochen, Bierchen getrunken – was will man mehr. Auch ein Eintrittssalär ist mit 8.- Euro gut zu verkraften und dem Ereignis angemessen. Felix hat noch immer eine tolle Stimme, die ihn Gottseidank nur bei den Zwischenmoderationen etwas im Stich ließ, das klang dann etwas kurzatmig, aber eben auch authentisch. Und früher hat sich auch mehr bewegt, na ja, diese Entwicklung ist uns allen ja auch nicht fremd. Wer auf Billy Idols Musik steht, sollte sich den nächsten Gig von BLACK IDOL nicht entgehen lassen. Leider war an dem Aend noch kein neuer Termin für einen Auftritt in Planung. Wir können auf das nächste Mal gespannt sein. In der Zwischenzeit könnt ihr gerne euch mal das Rickenbacker’s Programm reinziehen, da gibt es sicher auch eine hörenswerte Alternative.


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Showing 2 comments
  • Yoorek
    Antworten

    Na! Die Adresse muss ich demnächst zu den Favoriten hinzufügen. Andreas, wenn Du wieder auf der Spur bist, schick mir ’ne Mail. Gruß!

  • BobbuBrowne
    Antworten

    Hello! Cool post, amazing!!!

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