In Früher, Technik, Unterhaltung
Ein Niedergang in Raten.

Unsere Erde verändert sich zusehends und dieser Vorgang beschleunigt sich von Jahr zu Jahr. Leider verläuft diese Entwicklung nicht so positiv, wie wir immer gehofft haben. Täglich verschwinden von dieser Erde lieb gewonnene Tiere, Pflanzen und andere Dinge, an die wir uns noch aus unseren Kindertagen gut erinnern können. Wo zum Beispiel ist die Tomate geblieben, die noch nach Tomate schmeckt? Heutzutage streicht man ebenso verzweifelt wie vergebens durch einschlägige Supermärkte auf der Suche nach dieser Spezies.

Auf der Liste der gefährdeten Tierarten sind bereits die grüngestreifte Stoffsalatschnepfe (Bild 1) und natürlich auch der Eisbär.

schnepfe

Durch das Abschmelzen der Polkappen seines Jagdgebietes beraubt, liegt er erschöpft auf blankem Felsen und wartet quasi auf sein Aussterben (Bild 2). Hier ein brandaktueller Schnappschuss von der Hudson Bay in Kanada.

Eisbaer

 

Dahin gerafft hat es bereits den Käfer. Nur noch wenige Exemplare können den Fortbestand auf Dauer nicht sichern. Auch hier heißt es Abschied nehmen.

Kaefer

 

Kroeten
Hoch gefährdet sind mittlerweile auch einige spezielle Krötenarten.
Unter anderem ist die schreckliche Zukunft für den 500 Euroschein bereits besiegelt. Viele Menschen haben ihn noch nie zu Gesicht bekommen, Er wurde von vielen verkannt und von anderen mißbraucht. Ein trauriges, viel zu frühes Ende für eine hoffnungsvolle Schöpfung. Für weitere Kröten, wie die kleinen Centstücke, scheint die Überlebenschance so gut wie ausgeschlossen.

 

 

 

Eine Geschichte, die das Artensterben betrifft, habe ich vor kurzem selbst erlebt und sie hat mich besonders betroffen gemacht. Ich komme an einem lauen Sommerabend gut gelaunt aus der Agentur und bin auf dem Weg zu meinem Auto. Da sehe das Unglück, es liegt direkt vor mir zertreten auf dem Asphalt. Das letzte seiner Art. Ein betagtes Handy. Das erfolgreiche Nokia 6300. Millionenfach verkauft war es einst der Renner im Firnament des Mobilfunkolymps.

Noki

„Die klaren Linien und die etwas vertieft liegende Zifferntastatur des Nokia 6300 Mobiltelefons werden durch einen Rahmen aus Edelstahl besonders betont, die dem Gerät ein interessantes Design und eine klare Linie verleihen“. So schwärmte seinerzeit die Werbung und konnte damit für eine weltweite Verbreitung sorgen. Und hier liegt nun der traurige Rest des letzten Exemplars einer einst weit verbreiteten Gattung vor mir, zerstückelt, zerbrochen, zertreten, vernichtet durch eine Unachtsamkeit, ausgelöscht durch ein Versehen. Nach dem Mammut, dem Tasmanischen Wolf, der DDR jetzt auch noch das Nokia 6300 – wo wird das wohl enden?

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